SOC-Reserve zur Stapelung von Markterlösen und in Bulgarien
Projektübersicht
Als Reaktion auf den Bedarf an marktbasierten Einnahmen und kontinuierlicher Hilfsstromversorgung vor Ort in einem Wasserkraftwerk hat FFD POWER in Bulgarien ein 105 kW/233 kWh BESS als Front-of-the-Meter-Anlage (FTM) installiert, um Energiearbitrage durchzuführen und gleichzeitig Kapazität für Backup-Strom bereitzuhalten. Das Projekt adressiert zwei Anforderungen auf Anlagenebene: Nutzung von Spitzen-/Talpreis-Differenzen als FTM-Anlage und Aufrechterhaltung der Hilfsstromversorgung während Ausfällen oder Wartung. Durch die Reservierung eines definierten SOC für die Backup-Versorgung und die Nutzung des verbleibenden Energiefensters für Arbitrage ermöglicht das System unter EMS-Steuerung ein zuverlässiges „Value Stacking“.
Projekthintergrund
Der Kunde betreibt ein Wasserkraftwerk in Bulgarien. Mit zunehmender Spreizung der Strompreise suchte der Standort nach einer zusätzlichen Einnahmequelle durch Teilnahme am preisabhängigen Energiearbitrage. Gleichzeitig kann die Anlage Ausfälle oder geplante Wartungsarbeiten erleben, während die Hilfslasten weiterhin stabile Stromversorgung benötigen. Das Projekt erforderte daher ein Front-of-the-Meter (FTM) BESS, das für Arbitrage eingesetzt werden kann und gleichzeitig eine garantierte Energiesreserve für die Backup-Versorgung beibehält – umgesetzt durch EMS-Koordination und SOC-Reservierungslogik.
Projektherausforderungen
- FTM-Arbitrage-Dispatch: Das System muss während Niedrigpreisperioden laden und während Hochpreisperioden entladen, um Spitzen-/Talpreis-Differenzen zu nutzen.
- SOC-Reservierung für Backup: Ein definierter Teil der Batteriekapazität muss reserviert werden, um die Hilfslasten der Anlage während Ausfällen mit Backup-Strom zu versorgen.
- EMS-koordinierte Steuerung: Das EMS muss SOC-Grenzen einhalten, den Dispatch planen und die Betriebsprioritäten bei Backup-Ereignissen umschalten.
FFD POWER-Lösung
FFD POWER lieferte ein 105 kW/233 kWh FTM-BESS für ein Wasserkraftwerk in Bulgarien. Das EMS implementiert eine SOC-Reservierungsstrategie: Eine konfigurierbare Backup-Reserve wird jederzeit aufrechterhalten, während das verbleibende nutzbare SOC-Fenster für Energiearbitrage genutzt wird. Während Niedrigpreisperioden lädt das PCS die Batterie bis zum oberen SOC-Limit für Arbitrage; während Hochpreisperioden entlädt es bis zur reservierten Backup-Grenze. Tritt ein Ausfall auf oder befindet sich die Anlage im Wartungsmodus, priorisiert das System den Backup-Betrieb, um die vorgesehenen Hilfslasten mit der reservierten Energie zu versorgen, wodurch die Betriebskontinuität verbessert und gleichzeitig die regelmäßige Einnahmenerzielung ermöglicht wird.
Systemspezifikationen
- Anlagentyp: Wasserkraftwerk (FTM-/Netzseitiges Asset)
- BESS-Leistung: 105 kW
- BESS-Kapazität: 233 kWh
- Verwendetes Produkt: Galaxy233L All-in-One BESS + EMS (SOC-Reservierungssteuerung)
- Architektur: FTM-BESS für Arbitrage mit SOC-reservierter Backup-Energie für Hilfslasten der Anlage
Betriebslogik: FTM-Arbitrage mit SOC-reservierter Backup-Energie
Das EMS stapelt zwei Wertströme, indem es den Batterieladezustand (SOC) in ein Arbitrage-Fenster und eine Backup-Reserve aufteilt:
- Laden bei Niedrigpreisen (Arbitrage-Fenster): Das EMS plant das Laden während Niedrigpreisperioden bis zum oberen SOC-Limit für Arbitrage, während die Backup-Reserve erhalten bleibt.
- Entladen bei Hochpreisen (Einnahmenerfassung): Während Hochpreisperioden entlädt das PCS, um Energie zu exportieren oder den Anlagenbedarf auszugleichen, und stoppt am reservierten Backup-SOC-Schwellenwert.
- Backup-Prioritätsmodus: Bei Ausfällen oder Wartungsarbeiten priorisiert das System die Versorgung der vorgesehenen Hilfslasten mit dem reservierten SOC und kehrt anschließend zur Arbitrage-Planung zurück, sobald sich Netz-/Anlagenbedingungen normalisieren.