Großflächige modulare Einsatzplanung eines BESS auf 400V-Niederspannungsbus für PV-Arbitrage
Projektübersicht
Um die PV-Erträge zu maximieren und Preisspreads zu nutzen, lieferte FFD POWER in Chile ein 4.600 kW / 12.006 kWh BESS für PV-Arbitrage, eingesetzt als 46× Galaxy 233 und integriert auf einem 400V-Niederspannungsbus.
Das Projekt adressiert die Diskrepanz zwischen PV-Erzeugungsprofilen und Marktwerten, indem Energie bei hoher PV-Erzeugung und typischerweise niedrigeren Preisen gespeichert und in Zeiträumen mit höherem Marktwert wieder abgegeben wird.
Mit einer hochgradig modularen Schrankflotte koordiniert das EMS Lade- und Entladevorgänge sowie den SOC-Ausgleich, um eine zuverlässige und wiederholbare Arbitrage zu ermöglichen und gleichzeitig einen stabilen Betrieb auf dem 400V-Bus sicherzustellen.
Projekthintergrund
Der Kunde entwickelte ein PV-Projekt in Chile und wollte die Projekterträge durch Energieverschiebung (PV-Arbitrage) steigern. In vielen PV-Märkten fällt die PV-Erzeugung zur Mittagszeit häufig mit niedrigeren Preisen oder begrenztem Einspeisewert zusammen, während Abend- oder Spitzenzeiten einen höheren Marktwert aufweisen.
Das Projekt erforderte ein großskaliges, modulares BESS, das wiederholt eingesetzt werden kann, um diese Preisspreads zu nutzen und gleichzeitig einen konsistenten Flottenbetrieb sicherzustellen. Die Lösung wurde als 46× Galaxy 233 Einheiten auf einem 400V-Niederspannungsbus implementiert, was eine skalierbare Installation und Redundanz auf Schrankebene ermöglicht.
Projektherausforderung
- PV-Wertverschiebung: Das System muss Energie in Zeiten hoher PV-Erzeugung und niedrigen Marktwerts speichern und sie in Zeitfenstern mit höherem Marktwert wieder abgeben, um Preisspreads zu nutzen.
- Großflottenkoordination auf 400V: Dutzende von Schaltschränken müssen Leistung teilen und einen stabilen Betrieb auf einem Niederspannungsbus gewährleisten.
- Einsatzkonsistenz und SOC-Ausgleich: Das EMS muss den SOC über alle Einheiten hinweg ausgleichen und Betriebsgrenzen durchsetzen, um eine wiederholbare tägliche Betriebsführung und langfristige Verfügbarkeit sicherzustellen.
FFD POWER Lösung
FFD POWER lieferte in Chile ein 4.600 kW / 12.006 kWh BESS für PV-Arbitrage, eingesetzt als 46× Galaxy 233 Einheiten und integriert auf einem 400V-Niederspannungsbus.
Das EMS führt eine preis- und PV-gesteuerte Einsatzplanung aus, indem es in Phasen hoher Erzeugung und niedrigen Marktwerts lädt und in Zeitfenstern mit höherem Marktwert entlädt.
Um einen zuverlässigen Betrieb über die gesamte Schrankflotte hinweg sicherzustellen, steuert die Regelstrategie Leistungsgrenzen auf Einheitenebene, den SOC-Ausgleich sowie koordinierte Rampen, wodurch eine stabile langfristige Einsatzleistung für großskalige PV-Arbitrage gewährleistet wird.
System-Spezifikationen
- PV-Installation: PV-Anlage
- BESS-Leistung: 4.600 kW
- BESS-Kapazität: 12.006 kWh
- Verwendetes Produkt: 46× Galaxy 233L All-in-One-Schaltschränke (100 kW / 233 kWh pro Einheit) + EMS
- Architektur: Großskaliges PV-Arbitrage-BESS auf 400V-Niederspannungsbus mit Multi-Schrank-Dispatch
Betriebslogik: PV-Arbitrage mit Flottenkoordination
Das EMS koordiniert den preisgesteuerten Einsatz über eine große Schrankflotte, um den Umsatz zu maximieren und einen stabilen Betrieb sicherzustellen:
- Laden bei PV-Überschuss / Niedrigwertzeiten: Das BESS lädt, wenn die PV-Erzeugung hoch und der Marktwert niedrig ist, und speichert Energie, die sonst zu reduzierten Preisen verkauft würde.
- Entladung in Hochwertzeiten: Der PCS entlädt gemäß dem Arbitrageplan, um Energie in Zeiten höherer Preise bereitzustellen und die Monetarisierung zu maximieren.
- Flotten-SOC- und Leistungsbalancierung: Das EMS gleicht SOC und Leistung über alle Schaltschränke aus, setzt Einheiten-Grenzen durch und koordiniert Rampen, um eine konsistente Leistung und Verfügbarkeit sicherzustellen.