Kostenoptimiertes industrielles Energiemanagement mit Null-Einspeise-
Projektübersicht
„BESS für TOU-Arbitrage in einer vertraulichen Fabrik“ hilft einem energieintensiven Industriestandort, die Stromkosten zu senken, indem der Netzbezug von Spitzen- auf Nebenzeiten verlagert wird – bei gleichzeitiger strikter Null-Einspeisung (Rückspeiseschutz/Anti-Backflow) am Point of Common Coupling (PCC). Das installierte System besteht aus 12 All-in-One-Schränken Galaxy 233L-AIO-2H (insgesamt ca. 2,8 MWh), die durch ein EMS koordiniert werden. Dieses optimiert Lade-/Entladepläne, begrenzt Lastspitzen und verhindert zuverlässig jede Rückspeisung ins öffentliche Netz.
Projekt-Hintergrund
Industriebetriebe in der Region des Werks – und in anderen Hochpreis-Märkten – sind häufig mit starken Time-of-Use-(TOU)-Preisunterschieden sowie Leistungspreisen (Demand Charges) konfrontiert, die einen großen Anteil der monatlichen Stromrechnung ausmachen können. Gleichzeitig sind manche Standorte vertraglich oder technisch daran gebunden, keine Energie ins Netz einzuspeisen, sodass ein zuverlässiger Rückspeiseschutz sowohl beim Laden als auch beim Entladen erforderlich ist. Für dieses Projekt wünschte der Endkunde eine modulare BESS-Installation, die sich schrittweise erweitern lässt – bei minimalen Eingriffen in empfindliche Produktionsprozesse.
Herausforderungen
- TOU-Kostenvolatilität: Große Preisunterschiede zwischen Spitzen- und Nebenzeiten schaffen starke Anreize für tägliche Energieshiftings.
- Lastspitzen: Kurzzeitige Produktionsspitzen verursachen hohe maximale kW-Werte und damit hohe Leistungspreise.
- Null-Einspeise-Compliance: Jegliche Rückspeisung ins Netz muss in Echtzeit verhindert werden.
- Betriebssensitivität: Installation und Regelungsanpassungen dürfen kritische Fertigungsprozesse nicht unterbrechen.
FFD POWER LÖSUNG
FFD POWER lieferte eine modulare All-in-One-BESS-Produktlinie auf Basis des Galaxy 233 AIO-Schranks, kombiniert mit PCC-Messung und einer TOU-optimierten EMS-Strategie. Die Lösung lädt in Niedertarif-Fenstern, entlädt in Hochlastzeiten zur Reduktion des Netzbezugs und der Leistungspreise und klemmt die Einspeiseleistung kontinuierlich, um die Null-Einspeise-Vorgabe des Standorts einzuhalten.
Systemdaten
- BESS-Schränke: Galaxy 233L-AIO-2H x 12 (insgesamt ca. 2,8 MWh Energie)
- Leistungsfähigkeit: MW-Klasse (standortbegrenzt), skalierbar mit der Anzahl der Schränke
- Netzschnittstelle: PCC-Zähler-Feedback mit geschlossener Regelung zur Null-Einspeisung (Rückspeiseschutz)
- Kernanwendungen: TOU-Arbitrage, Peak Shaving, Leistungsbegrenzung (optional je nach Tarifstruktur)
- Implementierung: Modulare Produktlinie für stufenweisen Ausbau und schrankbasierte Wartung
Betriebslogik: TOU-Optimierung mit Rückspeiseschutz
Das EMS kombiniert eine tarifbasierte Planung mit einer Echtzeit-Leistungsbilanzierung am PCC. Es maximiert die Einsparungen, ohne die Einspeisebeschränkung oder Sicherheitsgrenzen der Batterie zu verletzen:
- Nebenzeit-Laden: Laden in Niedertarif-Zeitfenstern bis zu einem konfigurierbaren SOC-Ziel unter Einhaltung der standortspezifischen Importgrenzen.
- Spitzenzeit-Entladen / Lastspitzenkappung: Entladen in Spitzenzeiten zur Reduktion des Netzbezugs und zur Begrenzung der maximalen kW-Last (Demand).
- Rückspeiseschutz: Kontinuierliche Überwachung der PCC-Leistung und Anpassung der PCS-Sollwerte, um die Einspeisung bei 0 kW (oder einem definierten Grenzwert) zu halten.
- SOC-Reserve-Strategie: Hält einen Mindest-SOC als Betriebsreserve vor und stoppt die Entladung, sobald die Reserve erreicht ist.