800 kW / 1860 kWh im Nahen Osten
Projektübersicht
BESS für den Eigenverbrauch im Nahen Osten ermöglicht diesem mediterranen Supermarkt, den Eigenverbrauch der Dach-PV durch EMS-gestützte TOU-Optimierung zu maximieren und Stromkosten zu reduzieren.
Als Reaktion auf steigende zeitabhängige Stromtarife (Time-of-Use, TOU) und den Bedarf, den Eigenverbrauch von vor Ort erzeugter Solarenergie in Einzelhandelsbetrieben im Nahen Osten zu maximieren, implementierte FFD POWER für einen Supermarkt eine Dach-PV-plus-BESS-Lösung.
Das 0,8 MW / 1,86 MWh LFP-System, bestehend aus acht Galaxy 233L-AIO-2H-Einheiten und einer intelligenten EMS-Steuerung, maximiert den solaren Eigenverbrauch, ermöglicht das Laden in Niedertarifzeiten sowie die Entladung während der Spitzenlastperioden und unterstützt einen zuverlässigen On-/Off-Grid-Betrieb.
Projekthintergrund
Einzelhandelsstandorte wie Supermärkte zeichnen sich typischerweise durch lange Betriebszeiten, ausgeprägte Lastspitzen in den Abendstunden sowie erhebliche HLK-Lasten (Heizung, Lüftung und Klimatisierung) in warmen Klimazonen aus.
Bei gleichzeitig hoher Solarstromverfügbarkeit am Tage, jedoch volatilen zeitabhängigen Stromtarifen (TOU), benötigte der Standort eine Lösung, die überschüssige Stromerzeugung aus der Dach-PV-Anlage aufnehmen, den Netzbezug während Hochpreiszeiten reduzieren und bei Netzstörungen einen stabilen Betrieb gewährleisten kann.
Projektherausforderungen
- Tarifvolatilität & Lastspitzen: Große TOU-Preisunterschiede und hohe Leistungspreise für Spitzenlasten erhöhten die Betriebskosten und machten ein aktives Lastmanagement erforderlich.
- PV-Überschüsse & Abregelungsrisiko: Die mittägliche Stromerzeugung der Dach-PV-Anlage konnte den Eigenbedarf des Standorts übersteigen, was zu Einspeisebegrenzungen und dem Risiko von Abregelungen führte.
- Resilienz & Schnellumschaltung: Der Standort erforderte ein nahtloses Umschalten zwischen Netz- und Inselbetrieb sowie eine schnelle Reaktion auf Lastschwankungen, ohne den laufenden Betrieb zu beeinträchtigen.
FFD POWER-Lösung
FFD POWER implementierte ein modulares, skalierbares LFP-Batteriesystem mit einem vorintegrierten Plug-and-Play-Design und einer intelligenten EMS-Steuerung. Das EMS koordiniert kontinuierlich die Nutzung von PV-Überschüssen, tarifbewusstes Laden und die Entladung während Spitzenlastzeiten, um maximale wirtschaftliche Vorteile zu erzielen und gleichzeitig die Betriebsflexibilität sowie die Resilienz zu erhöhen.
Systemspezifikationen
- PV-Leistung: 1,5 MW (Dachanlage)
- BESS-Leistung: 0,8 MW
- BESS-Kapazität: 1,86 MWh
- Verwendetes Produkt: Galaxy 233L-AIO-2H × 8
- Architektur: PV-plus-BESS mit intelligenter EMS-Steuerung und nahtlosem Umschalten zwischen Netz- und Inselbetrieb
Betriebslogik: Die „PV-First + TOU-Arbitrage“-Strategie
Das EMS optimiert gleichzeitig den PV-Eigenverbrauch und die TOU-Lastverschiebung, um Netzbezug, Lastspitzen und Abregelungsrisiken zu minimieren:
- Mittägliches PV-/Negativpreis-Laden: Das System lädt, wenn die PV-Erzeugung den Eigenbedarf übersteigt und, falls zutreffend, wenn die Strompreise unter null fallen, wodurch überschüssige Energie in gespeicherten Wert umgewandelt wird.
- Abendliche Spitzenentladung: Die gespeicherte Energie wird während Hochpreiszeiten zur Versorgung der Lasten entladen, um den Netzbezug zu reduzieren und durch TOU-Arbitrage die Stromkosten zu senken.
- Abendliche Spitzenentladung: Die gespeicherte Energie wird während Hochpreiszeiten zur Versorgung der Lasten entladen, um den Netzbezug zu reduzieren und durch TOU-Arbitrage die Stromkosten zu senken.