2,5 MW/6,8 MWh in Israel
Projektübersicht
Als Reaktion auf die beschleunigte Einführung von kommerziellen Solaranlagen in Israel und die wachsenden Zeit-Tarif-Spreads hat FFD POWER ein 2,5 MW/6,8 MWh netzgekoppeltes Batteriespeichersystem (BESS) installiert, um die Eigenverbrauchsquote von PV-Anlagen zu erhöhen und Arbitragepotenziale zu nutzen. Dieses Projekt zeigt, wie ein BESS die betriebliche Lücke zwischen variabler PV-Erzeugung und kontinuierlicher Fabriklast überbrücken kann und gleichzeitig Energie von preisgünstigen Nachtstunden in höherwertige Tageszeiten verschiebt.
Projekt Hintergrund
Für Industrieanwender, die nach Zeit-Tarifpreisen abrechnen, werden die Stromkosten nicht nur durch den Gesamtverbrauch, sondern auch durch den Zeitpunkt der Netzeinspeisung bestimmt. Mit einer 2 MW PV-Anlage vor Ort und einer 1 MW Fabriklast profitiert der Standort von einer hohen Solarproduktion tagsüber, steht jedoch weiterhin vor Herausforderungen wie intermittierender Erzeugung, Zeiten überschüssiger Produktion und Preisschwankungen der Tarife. Ein netzgekoppeltes BESS ermöglicht eine kontrollierte Energieverschiebung, um die Nutzung der vor Ort erzeugten Solarenergie zu maximieren und den Bezug von Netzstrom zu Spitzenpreisen zu reduzieren.
Projekt Herausforderung
- PV-Variabilität und Überschuss: Die Solarerzeugung stimmt nicht immer mit der Fabriklast überein, was zu Überschusszeiten und geringer Eigenverbrauchsquote führt.
- Tarifbedingter Kostendruck: Bedeutende Preisunterschiede zwischen Nacht-Tiefpreisstunden und Tagestarifen schaffen eine klare Arbitragemöglichkeit, die präzise gesteuert werden muss.
- Einsatzkoordination: Laden und Entladen müssen mit der PV-Erzeugung, der Lastnachfrage und den SoC-Grenzen synchronisiert werden, um unnötigen Netzeinspeisung zu vermeiden und die Betriebssicherheit zu gewährleisten.
FFD POWER Lösung
FFD POWER implementierte ein netzgekoppeltes BESS, das in das PV-System vor Ort integriert und von einem intelligenten Energiemanagementsystem (EMS) gesteuert wird, wodurch ein flexibler Energiespeicher zwischen Erzeugung, Last und Tarifen entsteht. Das EMS priorisiert die Nutzung von PV-Überschüssen für den Eigenverbrauch und plant tarifbewusstes Laden/Entladen, um wirtschaftliche Erträge zu maximieren und gleichzeitig SoC- sowie Betriebsgrenzen einzuhalten.
Systemspezifikationen
- PV installiert: 2 MW
- BESS-Leistung: 2,5 MW
- BESS-Kapazität: 6,8 MWh
- Unterstützte Last: 1 MW Fabriklast
- Verwendetes Produkt: Galaxy 3420 + 1.250 kW PCS (×2 Einheiten)
- Architektur: Netzgekoppeltes BESS + EMS-koordinierte PV-Integration und Zeit-Tarif-Arbitrage
Betriebslogik: Die Strategie „Eigenverbrauch + Arbitrage“
Diese EMS-gesteuerte Einsatzstrategie priorisiert den PV-Eigenverbrauch und nutzt gleichzeitig das Laden zu Niedrigtarif-Nachtzeiten, um Netzeinspeisungen tagsüber zu reduzieren und die Einsparungen durch Zeit-Tarife zu maximieren:
- PV-Überschussnutzung: Wenn die PV-Erzeugung die Last vor Ort übersteigt, speichert das BESS die überschüssige Energie, um den PV-Eigenverbrauch zu erhöhen und das Risiko von Einspeisung/Abregelung zu verringern.
- Tal-Ladung (00:00–08:00): Während der Niedrigpreis-Nachtstunden lädt das BESS aus dem Netz, um sich auf die Entladung tagsüber und die Kostenoptimierung vorzubereiten.
- Tagesentladung: Die gespeicherte Energie wird zur Versorgung der Fabriklast eingesetzt und reduziert den Netzeinspeisungsbedarf während der Hochpreiszeiten, wodurch ein Arbitragewert aus den Zeit-Tarifen erzielt wird.