BESS zur Entlastung der Netzkapazität in den Niederlanden – Vollastbetrieb trotz
Projektübersicht
Als Reaktion auf die steigende Elektrifizierungsnachfrage in den Niederlanden stehen viele Industrieanlagen vor vertraglich begrenzten Netzkapazitäten und veralteter elektrischer Infrastruktur, die nicht schnell aufgerüstet werden kann. Dieses Projekt zeigt, wie ein 100 kW / 215 kWh BESS einer Industrieanlage in den Niederlanden Kapazitätsentlastung bieten kann, indem es die Lücke zwischen der genehmigten Netzanschlusskapazität und dem Vollastbetrieb der Anlage überbrückt. Durch die parallele Versorgung der Lasten durch PCS und Netz sowie die Priorisierung von PV vor Ort für Eigenverbrauch und Batterieladung ermöglicht die Lösung, dass die Fabrik alle Anlagen betreiben kann, während der Netzeinspeisungsbedarf minimiert und kostspielige Netzausbauprojekte vermieden werden.
Projekthintergrund
In den Niederlanden stehen viele Industrieanlagen vor strikten Grenzen der vertraglich vereinbarten Netzkapazität. Wenn die Produktion ausgeweitet wird oder weitere Anlagen in Betrieb genommen werden, kann die Gesamtlast die vom Netzbetreiber genehmigte Anschlussleistung überschreiten. Ein Upgrade der Netzanschlusskapazität kann lange Vorlaufzeiten und zusätzliche Kosten erfordern. In diesem Projekt verfügte der Kunde außerdem über PV-Anlagen vor Ort und wollte den Eigenverbrauch maximieren, während die Netzbezüge so gering wie möglich gehalten werden.
Projektherausforderung
- Netzkapazitätsgrenze: Die Gesamtlast der Anlage überschritt die vom Netzbetreiber genehmigte Anschlussleistung.
- Betriebsbeschränkung: Ohne Kapazitätsentlastung könnten nicht alle Lasten gleichzeitig betrieben werden.
- PV-Nutzungsziel: Die vorhandene PV soll zunächst die Lasten versorgen, überschüssige Energie die Batterie laden und den Netzbezug reduzieren.
FFD POWER-Lösung
FFD POWER hat ein BESS hinter dem Zähler mit PCS und EMS-Steuerung bereitgestellt, um Kapazitätsentlastung zu liefern. Während Spitzenlastzeiten entlädt das PCS die Batterie zur Unterstützung der Anlagenlasten, während das Netz weiterhin innerhalb des vertraglich vereinbarten Limits versorgt. Bei verfügbarer PV-Erzeugung vor Ort wird die PV vorrangig zur Lastversorgung genutzt; überschüssige PV lädt das BESS innerhalb der EMS-Leistungsgrenzen. Diese koordinierte Steuerung ermöglicht den Vollastbetrieb, reduziert die Spitzenlastbezüge aus dem Netz und verschiebt oder vermeidet ein Upgrade des Netzanschlusses.
Systemspezifikationen
- Installierte PV: Vorhandene PV-Anlage vor Ort
- BESS-Leistung: 100 kW
- BESS-Kapazität: 215 kWh
- Verwendetes Produkt: Galaxy 215 All-in-One BESS (Industrie-tauglich)
- Architektur: Kapazitätsentlastung hinter dem Zähler mit paralleler Versorgung durch Netz und PCS sowie PV-Priorität
Betriebslogik: Kapazitätsentlastung hinter dem Zähler
Das EMS priorisiert den Eigenverbrauch und setzt die Netzbezugsbeschränkungen der Anlage durch:
- PV-Priorität: Die PV-Anlage vor Ort versorgt zuerst die Lasten der Anlage. Überschüssige PV-Energie wird zum Laden des BESS verwendet, um die Solar-Eigenverbrauchsquote zu maximieren.
- Kapazitätsentlastung (Spitzenlastunterstützung): Wenn die Anlagenlast die vom Netzbetreiber genehmigte Anschlussleistung überschreitet, entlädt das PCS das BESS, sodass Netz und PCS die Last parallel versorgen können und ein Vollastbetrieb ohne Netzausbau möglich ist.
- Begrenzung des Netzbezugs: Das EMS hält den Netzbezug innerhalb des vertraglich vereinbarten Limits, indem es die Batterieleistung dynamisch koordiniert. Dadurch werden Spitzenbezüge reduziert und die Betriebssicherheit erhöht.